Rezension: Die Oleanderschwestern ♥♥♥♥

Zwei Schwestern, ein Blumengarten in der Toskana und ein Sommer, der alles verändert …

Wenn Iris inmitten ihrer Blumen ist, ist sie glücklich. Doch als eines Tages eine Frau vor ihr steht, die ihr bis aufs Haar gleicht, gerät ihre Welt ins Wanken. Wie Iris liebt es Viola, sich mit Blumen und deren Düften zu umgeben. Die beiden sind Zwillinge und wussten bislang nichts von der Existenz der jeweils anderen. Um mehr über ihre Familiengeschichte zu erfahren, reisen die Frauen in die Toskana, wo sich der Landsitz der Donatis inmitten eines prachtvollen Blumengartens befindet. Die Schwestern werden bereits von ihrer Großmutter erwartet – und nur sie kann den beiden helfen, das Rätsel ihrer Herkunft zu lösen …

Fazit:

Nachdem ich monatelang um diesen Roman umhergeschlichen bin, landete er letzendlich als Geburtstagsgeschenk auf meinem SuB. Das Cover ist einfach nur unbeschreiblich hübsch, es ist recht schlicht gehalten und trifft damit genau meinen Geschmack. Manchmal ist weniger mehr.

Die Autorin schreibt flüssig und in einem ruhigen Ton, so das man sich sofort in die Geschichte fallen lassen kann. Besonders gut hat mir gefallen, das es zu Beginn eines jeden Kapitels eine kleine Blumengeschichte gibt – diese Tips und Tricks haben sich toll in die Story eingefügt. Denn immerhin handelt es sich um ein Buch über einen Blumengarten. Die Geschichte nimmt langsam Fahrt auf, man kann sich erst mit den Protagonisten bekannt machen, ohne gehetzt zu werden. Iris, die uns von Anfang an begleitet, war mir auf Anhieb symphatisch. Auch wenn sie zeitweilen etwas naiv erscheint, habe ich sie sofort ins Herz geschlossen. Das Buch hat, trotzdem auch ein schweres Thema behandelt wird, eine Leichtigkeit mit der man nur so durch die Seiten fliegt.

Es bleibt spannend, die Geschichte um die Donati Zwillinge hat viele Geheimnisse. Zum Ende hin gibt es noch einmal eine Wendung, mit der ich nicht gerechnet habe. Und doch hat sie sich wunderbar eingefügt und alles richtig erscheinen lassen.

Ein tolles Buch, das ich gerne weiterempfehle.

 

Steffi G.

Rezension: Das Pfirsichhaus ♥♥♥♥

Lizzie steckt in einer handfesten Lebenskrise. Als sie dann auch noch erfährt, dass das Haus ihrer geliebten Grandma Mellie abgerissen werden soll, will sie das einfach nicht hinnehmen. Gemeinsam mit ihren gleichaltrigen Cousinen Elyse und Isobel beschließt sie, ein paar Monate am Mississippi zu verbringen und das verwinkelte Haus zu renovieren. Dabei findet sie nicht nur zu sich selbst, sondern entdeckt auch ein paar Dinge, die sie auf die Spur eines gut gehüteten Familiengeheimnisses bringen …

Fazit:

Das Buch ist mir in unserem Bücherschrank über den Weg gelaufen, bisher hatte ich noch nichts von dieser Autorin gelesen. Also ab damit auf den SuB, der ist ja noch nicht hoch genug.

Das toll gestaltet Cover ist mir als erstes aufgefallen, ich mag das Zusammenspiel der Holzwände und den alten Küchenutensilien. Man könnte meinen, sie stammen noch aus der Zeit von Grandma Mellie.

Ich muss zugeben, das es eine ganze Weile gedauert hat, bis ich mich in der Geschichte zurechtgefunden habe. Das lag allerdings nicht an dem Schreibstil, an dem nichts auszusetzen ist. Vielleicht war es einfach nicht die richtige Zeit für dieses Buch. Trotz allem habe ich es weiter gelesen und kam in meinen normalen Leserhythmus. Das Buch ist in drei große Kapitel unterteilt, die aus der Sicht der jeweiligen Protagonistin erzählt werden. Jede der drei Frauen hat ihr eigenes Päckchen zu tragen. Doch irgendwie schaffen sie es alle am Ende, mit ihren eigenen Problemen sowie mit den Problemen der beiden anderen fertig zu werden.

Mir hat der Zusammenhalt gefallen, obwohl die drei keine Geschwister sind hat es sich oft so angefühlt.

Trotz kleiner Mängel ein gelungener Roman, den ich gerne weiterempfehle.

 

Steffi G.

Rezension: Und nebenan warten die Sterne ♥♥♥♥♥

Als Annie erfährt, dass ihre Schwester Kristen bei einem Zugunglück gestorben ist, bricht eine Welt für sie zusammen. Sie sollten beide in diesem Zug sein – auf dem Weg zur Uni.

Annie fühlt sich schuldig am Tod ihrer Schwester. Sie sucht Trost bei ihrer Mutter Erika, doch diese flüchtet sich in ihre Arbeit. Annie begreift nicht, was mit ihrer liebevollen Mutter passiert ist, die für jedes Tief einen Rat wusste, deren Lachen so ansteckend war und deren Liebe die Familie zusammenhielt.

Erika weiß nicht wohin mit ihrer Trauer um Kristen, möchte aber vor Annie keine Schwäche zeigen – bis diese plötzlich verschwindet. Erika wird klar: Sie muss Annie finden! Sonst verliert sie auch noch ihre zweite Tochter. Sonst verliert sie vielleicht alles …

Fazit:

„Und nebenan warten die Sterne“ ist bereits mein zweiter Roman dieser Autorin. Wie auch schon in ihrem ersten Buch hat mich der Schreibstil und die Art, wie sie die Emotionen beschreibt, komplett gefesselt. So war es nicht verwunderlich, dass ich das Buch nach wenigen Tagen durchgelesen hatte. Was geblieben ist, ist das Gefühl, etwas verloren und wiedergefunden zu haben. Spielman schafft es auch diesmal, das man sich in der Geschichte verliert und mit den Protagonisten mitleidet und mitfühlt.

Ich fand alle Personen, die an dem Schicksal von Annie und Erika teilhaben, sehr sympathisch und angenehm zu lesen. Ob es sich dabei um Familienmitglieder oder auch nur flüchtige Bekanntschaften handelt, spielte dabei keine Rolle. Sie alle wurden mitgenommen auf diese Reise. Eine Reise, bei der sich Annie und Erika zum Ziel gesetzt haben, mehr auf sich zu achten und einander näher zu kommen.

Ein wirklich toller Roman, der zum nachdenken anregt und uns zeigt, das Verlust nicht immer nur Trauer bedeutet. Klare Leseempfehlung von mir.

 

Steffi G.